+++ Baufinanzierung ohne Eigenkapital wird immer mehr nachgefragt - Nebenkosten mitfinanzieren -

 

Baufinanzierung ohne Eigenkapital 

Hypothekenbanken und freie Anbieter von Baufinanzierungen verlangten bisher von Bauherren und Immobilienkäufern, ihre "goldene" Bankerregel einzuhalten:
Ein Drittel Eigenkapital, zwei Drittel Baufinanzierung. So sollte das Verhältnis am besten sein. Diese Regel stammt allerdings aus Zeiten, in denen die Preise für Bauland nicht viel höher als für ein Stück Acker waren. Bei den heutigen Preisen für Bauland und Hausbau ist diese Regel allerdings in den wenigsten Fällen auch wirklich anwendbar. Hat man als Kunde das Glück, eine üppige Erbschaft gemacht zu haben oder von den Eltern unterstützt zu werden oder die Möglichkeit gehabt, wirklich etwas anzusparen, dann konnte man in den letzten Jahren zusätzlich profitieren: Offeriert werden von Baukredit-Vermittlern, die als Großabnehmer Verträge mit Banken abgeschlossen haben, immer günstigere Zinsen, die mit den Angeboten früherer Tage von Sparkasse und Volksbank nicht vergleichbar sind.

Teils 0,5 % unter Marktniveau kann als Kunde erreichen, wer offen für neue Wege - insbesondere das Internet - ist, wenigstens 20 % Eigenkapital
- besser noch 40 % Eigenkapital - mitbringt und etwas Zeit investiert, um nach dem besten Preis für seine Baufinanzierung zu suchen. Doch gerade junge Familien hatten, obwohl gut verdienend, nach dem langen Studium und der umfangreichen Ausbildung noch nicht die Möglichkeit, viel Geld anzusparen.

Für diese Menschen stellt sich häufig die Frage, ob nicht auch eine Vollfinanzierung der Immobilie möglich und sinnvoll ist. Dieser Bedarf wird mittlerweile durch Finanzierungsmodelle einiger Banken und insbesondere durch Vermittler von Baufinanzierungen abgedeckt. Massgebend für die Zins-Angebote ist dann allerdings das Einkommen der Kreditnehmer. Je höher und nachhaltiger es angesetzt werden kann, desto besser ist der Zinssatz. Die Bonität entscheidet, wo das Finanzierungsrisiko der Banken
das gewohnte Mass überschreitet.

Vollfinanzierung der Immobilie und Baufinanzierung ohne Eigenkapital (Nebenkosten mitfinanzieren) unterscheiden

Sie spiegeln sich im Verkehrswert wider. Der Wert, den der Markt im Moment für ein gleichartiges Objekt bieten würde, also der Wiederverkaufspreis, zu dem die Immobilie jederzeit problemlos wieder verkauft werden könnte. Unterstellt man einen Kauf zu einem realistisch hohen Preis, ist dieser Verkehrswert dann der Kaufpreis bei einer gebrauchten Immobilie.
Wird dieser Verkehrswert vollständig finanziert, also ohne Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Notarkosten, Maklerhonorar und Einbauküche, dann sprechen Banken von einer Vollfinanzierung. Diese kann, Bonität vorausgesetzt, immer noch zu überschaubaren Effektivzinsen finanziert werden.
Das derzeitig günstige Zinsniveau hilft hier enorm, die Finanzierbarkeit sicherzustellen. Muss der Nebenkostenanteil, zumindest teilweise mitfinanziert werden, so spricht man von einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital. Die Banken gehen bei der Vollfinanzierung bereits ein höheres Risiko ein als bei der bisher üblichen Finanzierung mit Eigenkapital, was den Zinssatz natürlich erhöht.

Bei der Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist dieses Risiko noch deutlich höher, weil ein Teil vom Baukredit nicht durch den Verkehrswert (Wiederverkaufspreis) der Immobilie abgedeckt wird. Heisst im Klartext:
Muss das Einfamilienhaus situationsbedingt verkauft werden, ist die Familie meistens immer noch nicht schuldenfrei, deshalb ist es natürlich zunächst einmal empfehlenswert, nur Immobilien anzuschaffen, deren Nebenkosten man durch Eigenkapital abdecken kann. Muss man sie mitfinanzieren, verlangen die Banken einen im noch höheren Risiko begründeten weiteren Zinsaufschlag.
Diese Nebenkosten können aber bei den heutigen Immobilienpreisen gut und gerne € 10.000,- bis € 30.000,- ereichen, in Ballungszentren nicht selten noch mehr. Nicht selten, fehlt nach langem Studium dieses nötige "Kleingeld", obwohl das Einkommen stimmt. Muss man deshalb 10 Jahre Miete zahlen und nebenbei noch ansparen, was Banken so gerne hätten, damit das Finanzierungsrisiko nicht all zu hoch wird? 10 Jahre Miete zahlen, bedeutet, zwischen € 50.000,- und
€ 100.000,- an einen Vermieter zu zahlen, anstatt dieses Geld für die eigene Immobilie verwenden zu können.
Die Antwortet: Ein klares Jein!

Attraktive Angebote für junge Familien: Baufinanzierung ohne Eigenkapital (Nebenkosten mitfinanzieren)

Der gewachsene Bedarf an Baufinanzierungen ohne Eigenkapital hat einige Banken und Internet-Vermittler von günstigen Baufinanzierungen veranlasst, Vollfinanzierungen und Baufinanzierungen ohne Eigenkapital anzubieten. Standen dahinter bisher meist nur ausländische Banken mit sehr deutlich höheren Konditionen, so finden sich jetzt die ersten deutschen Banken am Markt, die sich diesem Thema mittels einiger weniger seriöser Vermittler von Baufinanzierungen stellen. Dieser Weg hat den Vorteil, dass auch hier wieder Konditionsvergünstigungen erreicht werden können, die durch die Bündelung der Kreditanfragen beim Baugeld-Discounter, also den Großeinkauf, realisiert werden.

Finanzierbarkeit und Zinssatz richten sich nach Bonität - Einkommen entscheidet über Zinssatz und Kreditzusage -

Wie bereits beschrieben, gehen die Banken ein höheres Risiko mit der Finanzierung des kompletten Kaufpreises ein. Sollen Nebenkosten mitfinanziert werden, so ist dieses Finanzierungsrisiko noch deutlich höher. Das spiegelt sich in einem Zinsaufschlag - für die Gesamtfinanzierung - wider. Bei einem höheren Risiko ist es für die Banken natürlich umso wichtiger, dass das Einkommen hoch genug ist, um langfristig die Rückzahlung der Baufinanzierung sicherzustellen. Sie verlangen grundsätzlich ein höheres Einkommen als beim Kunden, der über Eigenkapital verfügt. Und, je höher dieses Einkommen ist, desto günstiger wird der Gesamtzinssatz. Ist das Einkommen dennoch recht niedrig und muss ohne Eigenkapital finanziert werden, dann ist der Zinssatz am höchsten, aber meist immer noch günstiger als ein Leben lang Miete zu zahlen. Denn der Zeitpunkt der Schuldenfreiheit verschiebt sich nach hinten, wenn man erst 10 Jahre warten muss, um genügend Eigenkapital anzusparen. Dazu kommt noch das aus heutiger Sicht nicht unerhebliche Risiko steigender Zinsen für eine Baufinanzierung. Wer lange spart, ist zum Zeitpunkt des Hausbaus deutlich älter, zahlt womöglich höhere Zinsen als jetzt und ganz sicher höhere Preise an das Hausbauunternehmen.

Der Zinssatz: Abstufungen für Ihre Baufinanzierung, wenn Sie eine 100 % Finanzierung benötigen:

a) Den günstigsten Zinssatz für ein Baufinanzierung ohne Eigenkapital erreichen junge und gleichzeitg gutverdienende Häuslebauer, die nur noch nicht die Gelegenheit und die Zeit hatten, Eigenkapital anzusparen, dies aber aufgrund ihres Einkommens könnten.

b) Einen geringen Zinsaufschlag müssen Freiberufler und Selbständige akzeptieren, die nicht den Komfort einer Festanstellung geniessen. Branche und Dauer der bestehenden Selbständigkeit sind ebenfalls von Belang und Preis- sowie entscheidungsrelevant.

c) Verdiener mit geringerem Einkommen, das aber noch ausreicht, um die Raten zu zahlen und ohne Eigenkapital zahlen einen höheren, aber immer noch akzeptablen Preis für ihre Baufinanzierung. Hier muss der Aufwand für eine lebenslange Miete in den Vordergrund gestellt werden, der durch eine eigene Immobilie gespart werden kann. Gepaart mit einer langen Zinsbindung finden sich auch hier ordentliche Angebote. Rechnen lohnt sich auf jeden Fall. Ebenso wie der Gang zum seriösen Internet-Vermittler von Baufinanzierungen, der professionell prüfen kann, welche Bank in Frage kommt. Denn der Gang von Bank zu Bank ist meist nicht nur zeitaufwendig und vielleicht ungerechtfertigt frustrierend, sondern meist auch deutlich teurer als über Großeinkäufer.

 

Stand: 05.03.2008