+++ Mit dem Begriff Baugeld bezeichnet man in der Umgangssprache ein Darlehen, welches zur Realisierung eines Bauvorhabens benötigt wird.

 

Baufinanzierung 

Häufig finden auch Begriffe wie Hypothek, Baufinanzierung oder Immobilienfinanzierung Anwendung. Dabei ist der Begriff Hypothek sachlich eigentlich falsch, da der Baukredit des Bauherrn heute durch eine Grundschuld und nicht mehr durch eine Hypothek abgesichert wird, ergo müsste hier die Bezeichnung Grundschulddarlehen verwendet werden. Da neben den Geschäftsbanken, Genossenschaftsbanken und Sparkassen aber gerade für diese Sparte des Bankgeschäftes Spezialbanken für die Fremdfinanzierung von Immobilien am Markt agieren, die selbst noch den Hauptnamen oder Beinamen Hypothekenbank tragen, wird im allgemeinen Geschäftsverkehr auch häufig diese Namensgebung zur Werbung eingesetzt und akzeptiert. Kurzbegriffe für das Baugeld, die als Beinamen die Kurzbezeichnung Hypo tragen, sind vielfach im Einsatz.

Baugeld kann nur für eine nicht bewegliche Sache, also ein Grundstück sowie dessen wesentliche Bestandteile und Zubehör beantragt werden, also eine Immobilie, an der der Baukredit abgesichert (Grundschuld s.o.) werden kann. Da Immobilien als besonders langlebig bekannt sind, können Baufinanzierungen werden durch diese Absicherung am Markt zu wesentlich günstigeren Zinssätzen angeboten als Ratenkredite oder Kredite auf einem Girokonto (Dispositionskredit).

Der Begriff Baugeld findet auch Anwendung, wenn der Kreditnehmer gar nicht mehr bauen muss, weil er eine Bestandsimmobilie kauft oder sein bereits bestehendes Objekt umfinanzieren will.

Baufinanzierungen werden üblicherweise als Annuitätendarlehen über Zinsbindungen von bis zu 20 Jahren bereitgestellt. Die im Jahr zur Zinszahlung und Tilgung erforderliche Summe wird als Annuität bezeichnet: Die im Jahr (per anno) aufzubringende Gesamtsumme. Diese wird dann in monatlichen Raten vom Girokonto abgebucht, um eine überschaubare Belastung des Ratenzahlers zu gewährleisten.

Exoten bei der Finanzierung von Immobilien sind dagegen andere Formen der Finanzierung, wie Bauspardarlehen, Versicherungsdarlehen oder Verwandschaftskredite. Letztere setzen ausreichend ungenutztes freies Vermögen innerhalb der Familie in nicht unerheblicher Höhe voraus, die zuerst genannten Darlehensformen haben sich durch die starke Belastung mit Vertriebsprovisionen für die verbundenen Lebensversicherungs- bzw. Bausparverträge als zu kostenintensiv für den Verbraucher erwiesen. Sie sollten aufgrund steuerlicher Gestaltungsmöglichkeiten allenfalls bei vermietetem oder gewerblich genutztem Eigentum Anwendung finden.

Für private Bauherren oder Immobilienkäufer hat sich seit Ende des letzten Jahrtausends ein neuer Vertriebsweg durchgesetzt: Die online-Baufinanzierung. Durch Verzicht auf kostenintensive Bankfilialen und Standardisierungen bei der Bonitäts- und Objektprüfung werden über diesen Vertriebsweg Effektivzinsen angeboten, die i.d.R. etwa 0,5 % unter dem Marktniveau liegen. Das kann bei durchschnittlichen Finanzierungssummen von rund 175.000,- Euro leicht zu eine Gesamtersparnis von mehr als 10.000,- Euro führen.

Auch Darlehensnehmer, die bereits eine Immobilie besitzen und diese nach Ablauf der Zinsbindung umfinanzieren, können hier viel Geld sparen. Viele Banken bieten sogar bis die Zinssicherung im Voraus (bis zu 60 Monate) an. Diese Angebote werden als gemeinhin als Forwarddarlehen bezeichnet.

Daher sollte kein Bauherr diesen Weg zum günstigsten Angebot auslassen und die Möglichkeiten von geprüften Anbietern, die eine günstige Baufinanzierung offerieren, vergleichen.

Die besten Angebote für Baugeld  stellen Hypothekenbanken heute meistens über Kreditvermittler zur Verfügung, die auf Ihren Seiten kostenfreie Baugeld-Rechner zur Verfügung stellen. Dort kann auch sofort kostenfrei online eine Baufinanzierung beantragt werden.

Die online-Baufinanzierung steht allerdings aufgrund der Komplexität der Gegebenheiten nur eingeschränkt für Selbständige Immobilienkäufer und Gewerbetreibende zur Verfügung.

 

Stand: 05.03.2008